Wuppertaler Kurrende e.V.


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:: 1924 · Elberfeld hat eine Kurrende

Nach der großen patriotischen Bewegung bis zum Ende des Kaiserreiches besannen sich viele Menschen neu auf soziale, christliche und kulturelle Werte, und aus dieser Bewegung heraus verfolgten Persönlichkeiten aus den lutherischen und reformierten Gemeinden in der Elberfelder Synode die Gründung einer Kurrende (die Pastoren Weinsheimer und Frick, die Kaufleute Mohrenn und Walter Gruntz, Superintendent Löhr und Erich vom Baur). Hier sollten Jungen nach alter Tradition mit Singen und Konzertieren diakonische, musikalische und missionarische Aufgaben übernehmen.

Es war für Elberfeld ein Glücksfall, dass hier der 27-jährige Erich vom Baur das musikalische, pädagogische, organisatorische und menschliche Geschick besaß, eine solche Kurrendearbeit aufzubauen: er hatte schon seit 1921 im CVJM Bergstraße neben einem Streichorchester mehr als 80 Jungen zu einem Jugendchor versammelt, mit denen er bei Veranstaltungen sang, vor allem aber Alte und Kranke auf "Singumgängen" besuchte. Diese CVJM-Jungschargruppe bildete die Basis für die am 22.03.1924 mit 80 Knaben und 17 Männern als synodale Einrichtung gegründete "Elberfelder Kurrende".

Unter diesem Namen trat sie schon vor dem Gründungsdatum auf, wie einem alten Programm zu entnehmen ist. Das erste öffentliche Konzert nach der Gründung war am 8.April 1924 in der Elberfelder Stadthalle u.a. mit Volksliedern, dem "Engelsterzett" von Mendelssohn-Bartholdy und dem "Ave Verum" von W.A. Mozart.
Mitte Mai setzte der alte Chor unter seinem neuen Namen seine Singumgänge in Elberfeld fort - eine Arbeit, die Erich vom Baur bis in die 50er Jahre als eine der ureigensten Kurrendeaufgaben ansah, und die auch heute noch mit großem Engagement weitergeführt wird.

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